Eine Therme für Utting am Ammersee
Seit einiger Zeit wird das Thema Geothermie in Utting am Ammersee diskustiert. Vibroseismische Untersuchen sind im Großraum Utting, Windach, Finning im Sommer 2008 durchgeführt worden. Mit dem Ergebnis: Eine Bohrung in Utting könne vielversprechend sein.
Die Presse berichtet darüber so, Auszug:
Geoenergie Bayern hatte bisher vor, ein Kraftwerk westlich angrenzend an das Uttinger Gewerbegebiet zu bauen. „Wir haben noch kein Nein aus Utting, aber auch kein Ja“, berichtete Gubo. Das Uttinger Entscheidungsgremium hatte sich in der Stellungnahme zum bergrechtlichen Hauptbetriebsplan Ende September nicht grundsätzlich positiv zum Bau eines Kraftwerks äußern wollen. Den Uttingern fehlte es an Informationen unter anderem über Immissionen oder auch die Dimension eines möglichen Kraftwerks.

Man hofft in etwa 3.500m Tiefe ausreichend Heißwasser vorzufinden um daraus Strom, mittels Kraftwerk, produzieren zu können. Die Sache mit dem Strom ist ja okay, aber dabei wird nicht die volle Bandbreite des regenerativen Rohstoffes Wasser genutzt. Das Wasser bleibt heiß, auch wenn der Strom schon erzeugt wurde. (besser gesagt erst ist es Dampf – dann Wasser)
Da liegt es nahe darüber nachzudenken: Was kann mit den verbleibenden Heißwasser geschehen? So kommt schnell der Gedanke der der Fernwärme auf. Doch man bedenke dabei, Wäme zu transportieren, ist teuer – sehr teuer. Seien es auch nur 500m, das kostet schlicht ein Vermögen. Ich hörte gar unseren Bürgermeister sagen: “1m Fernwärmeleitung kostet Roundabout 1.000 Euro!” – Das ist ja mal ein Wort. (mal so akzeptiert ohne es zu prüfen)
Also was dann tun mit dem heissen Zeugs?
Hier kommt die Lösung. Eine Therme! Ja, warum denn nicht. Bad Wörishofen hat eine Therme, Erding hat eine Therme. Utting hat einen See aber keinen Leuchtturm. Da wäre doch eine Therme in Utting, eine Art Leuchtturm für die Region, etwas markantes am See und Utting im Speziellen. Oder nicht?
Wie dem auch sei, jedenfalls hat Klaus Richter, Inhaber des Hotel Sonnenhof in Holzhausen (Utting) und Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands (BHG) den Wunsch geäussert gern eine Therme in Utting zu haben. (siehe Ammersee Kurier Nr.94 2008)
Das Zeug dazu hat das Wasser allemal
8 bis 10 Megawatt Strom können laut Geoenergie aus dem rund 112 bis 118 Grad warmen Wasser erzeugt werden, nach der Verstromung verblieben noch 65 Grad (60 Megawatt sagt die Geoenergie GmbH), die für Fernwärme genutzt werden könnten. Für das Kraftwerk werden ca. 4000 Quadratmeter Grundfläche benötigt, die Höhe der Kühltürme liegt nach Aussage von Geoenergie zwischen sieben und 13 Metern.
Ja dann bauen wir doch neben den Turm noch ein Schwimmbad. Oder nicht? An den Türmen machen wir dann die Rutschen fest. Spaß beiseite. Das Thema ist ernst und sollte auch ernst genommen werden. Es gibt viel zu überlegen, zu diskutieren. Fangen wir an!












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